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Fachbegriffe zum Thema Wein
B wie:
b.A.
Abkürzung für das "bestimmtes Anbaugebiet", das auf einem deutschen Etikett
ab Qualitätswein-Niveau vermerkt werden muss.
Bacchus
Deutsche Weißweinneuzüchtung aus den 1930ern, benannt nach der römischen
Gottheit. Ertragreich, mit manchmal vordergründigem Muskatton, fruchtig und
harmonisch.
Baden
Das Anbaugebiet mit einer Rebfläche über 15.800 Hektar ist das drittgrößte in
Deutschland. Rund 85% der gesamten Ernte wird von Winzergenossenschaften
verarbeitet. Bei Achkarren und Ihringen, befinden sich die wärmsten Regionen
Deutschlands. In Südbaden findet man daher sehr gute Rotweine. Neben Gutedel
kommen alle Burgunderarten vor. Aber auch Rieslinge, Müller-Thurgau-Weine sowie Spätburgunder Weißherbste gelten als badische Spezialitäten. Badische
Weine sind sehr gehaltvoll, und passen natürlich sehr gut zur hervorragenden
badischen Küche.
Badisch Rotgold
Ein populärer Rotling aus Baden.
Qualitätswein ohne oder mit Prädikat, aus den Trauben von Spätburgunder (rot)
und Grauburgunder (weiß), die vor der Gärung gemischt werden.
Bag in Box
Bezeichnung für Wein, der in zweilagigen transparenten Plastikbeuteln oder
Metallbeschichteten Beuteln abgefüllt wird. Der Beutel, der mit einem Zapfhahn
versehen wird damit der Wein kontrolliert entnommen werden kann, hat eine
Sauerstoffbarriere.
In Neuseeland und in Australien wird ein Großteil der Produktionsmenge in
Bag-in-Box-Verpackungen vermarktet. Die größten Märkte Europas für Bag-in-Box
Wein sind Skandinavien und Großbritannien.
Balsamisch
Der typisch harzige, leicht bittere und als edel verstandene Geruch und
Geschmack eines Weines. Enthält Nuancen von Eiche, Eukalyptus, Honig, Kiefer,
Myrrhe, Pinie, Sandelholz, Tanne, Wacholderbeere, Weihrauch und Zeder.
Banderole
Die für amtliche Kontrollen verpflichtende Kennzeichnung österreichischer
Qualitäts- und Prädikats-Weine zur Feststellung der erzeugten Weinmenge. Die
Banderole darf nicht verwendet werden für Tafelwein, Landwein, Perlwein,
Schaumwein, aromatisierte Weine, Obstwein und Traubenmost. Es sind verschiedene
Arten zulässig: in runder Form (die oben in die Flaschenkapsel eingedruckt wird)
oder als Band. Die Banderole muss über dem Flaschenverschluss so angebracht
werden, dass sie beim Öffnen der Flasche zerstört wird.
Barrique
Eichenholfass zur Lagerung von Wein mit 225 Liter Inhalt. Beliebte Verwendung
für tannin- und extraktreichen Rotweine. Die Weine erhalten zusätzliche Stoffe
aus dem Holz (je nach Lagerdauer), wodurch ihr Aroma vielseitiger wird. Der
Begriff "Barriquewein" gilt auch, wenn der Wein seine Note durch eingerührte
Holzstücke (so genannte "Chips") erhält.
Beerenauslese
Edelsüße Spezialität, die neben Eisweinen und Trockenbeerenauslesen zu der
Spitze der Qualitätsweine gehört. Beerenauslesen werden in Deutschland aus
überreifen, edelfaulen Trauben mit einem Mindestmostgewicht von 110-128 ° Oe
hergestellt. Beerenauslesen zeigen im Duft nur noch selten das Primäraroma der
Ursprungstraube. Sie riechen oft nach Honig und exotischen Früchten.
Belüften
Bewusster und kontrollierter Kontakt des Mostes oder Weines mit Sauerstoff
während des Weinausbaus. Ähnlich dem Dekantieren.
Bentonitschönung
Verfahren zu Schönung eines Weins. Bentonit ist ein tonhaltiges Gestein, mit
guter Quellfähigkeit und hohem Adsorptionsvermögen. Niederquellfähige
Kalzium-Bentonite oder mittelquellfähige Misch-Bentonite (Kalzium und Natrium)
werden im Weinbau verwendet, um thermolabiles Eiweiß zu entfernen.
Bergwein
Ein Wein, der nach österreichischen Qualitätsstufen ausschließlich von Hanglagen
mit mehr als 26% Neigung oder von Terrassenlagen kommt.
Biologischer Säureabbau
Umwandlung von Apfelsäure zu Milchsäure durch Milchsäurebakterien. (siehe auch
unter malolaktische Gärung.) Wird vorzugsweise bei Rotweinen angewandt, damit
der Geschmack weicher wird.
Biowein
Ein Wein, der unter ökologischen Weinanbaubedingungen hergestellt wurde. In
Deutschland sind Bioweine mit dem "Ecovin"-Zeichen am weitesten verbreitet.
Biss eines Weines
Der erste Eindruck, den der Wein auf der Zunge macht. Er sollte positiv
sein, braucht aber nicht unbedingt übermäßig kräftig auszufallen. Fehlt der Biss
ganz, dann ist ein Wein schwächlich oder flach.
Bitter
Eine der vier Grundgeschmacksarten, die im hinteren Abschnitt der Zunge
großflächig wahrgenommen wird.
Blanc de Blancs
Bezeichnung für Weißweine und Schaumweine, die ausschließlich aus weißen
Trauben gekeltert wurden.
Blanc de Noirs
Eine Bezeichnung für hellgekelterte Weine sowie auch Schaumweine, welche
ausschließlich aus roten Trauben stammen.
Blauschönung
Verfahren, um einen Wein von unerwünschten Stoffen (Eisen- und Kupferentfernung
mit Blutlaugensalz) zu befreien.
Blindverkostung
Weinprobe, bei der die Testpersonen nicht wissen, welcher Wein gerade verkostet
wird.
Blume
Ein Synonym für das Aroma bzw. den Geruch eines Weines.
Blumig
Wird oft als gleichbedeutend mit "fruchtig" gebraucht, soll aber eigentlich auf
Anklänge von Blumendüften hinweisen.
Bocksbeutel
Bauchig-flacher Flaschentyp, der Weinen aus Franken, Teilen Badens und aus
Portugal vorbehalten ist.
Bodentyp
Im Verlauf von Millionen von Jahren haben sich verschiedene Bodentypen durch
Verwitterung von Gesteinen, Mineralien und organischen Stoffen gebildet. Dabei
wurden durch physikalische Einflüsse (Wind, Wasser, Temperatur) und chemische
Prozesse (Oxidation, Auslaugung von Salz und Kalk) die Ausgangs-Materialien
abgebaut bzw. zerkleinert. Die Bodentypen haben einen erheblichen Einfluss auf
den Wein.
Bodensatz
Ablagerung von Feststoffen am Boden der Flasche. Meist Tannine und Farbstoffe, es kann sich jedoch
auch um Weinstein handeln. Das Dekantieren dient unter anderem dazu, den Wein
vom Bodensatz zu trennen.
Böckser
Gefürchteter Weinfehler, der durch einen "Ziegenbock ähnlichen Geruch"
gekennzeichnet ist. Weitere Umschreibungen des Weinfehlers sind: Geruch nach
"faulen Eiern", "verwesendem Fleisch", "verbranntem Gummi", "gekochtem Spargel",
"Zwiebeln" und "Knoblauch". Der Fehler tritt häufig am Ende der Gärung oder in
den ersten Wochen beim Ausbau auf. Ursachen für diesen Fehlton sind mangelnde
Nährstoffversorgung während des Wachstums, Reste von Pflanzschutzmitteln,
erhöhter Einsatz von Kaliumpyrosulfit, hohe Gärtemperaturen, hohe pH-Werte oder
zu starkes Schwefeln.
Bordeaux-Flasche
Weltweit sehr verbreitete Weinflaschenform. (Zylinder mit deutlich
abgesetztem Hals)
Botrytis
Botrytis cinerea ist ein Edelschimmelpilz, der den Trauben Wasser entzieht und
dadurch die Geschmacksstoffe in den Beeren konzentriert. Die aus den Mosten
solcher Beeren gewonnenen Weine erlangen eine besondere Qualität und sind die
Grundvoraussetzung für Beerenweine und Trockenbeerenauslesen.
Brandig
Negative Geschmacksbezeichnung (auch alkoholdominant, alkohollastig, überladen)
für einen Wein, bei dem der Alkohol zu betont bis unangenehm scharf spürbar ist.
Branntwein
Spirituose, die ausschließlich durch Destillation zu weniger als 86% vol
Alkohol-Gehalt von sortenreinem Wein oder Brennwein oder durch erneutes
Destillieren zu weniger als 86% vol eines Weindestillates gewonnen wird. Der
Anteil von Methylalkohol darf maximal 200 g/hl betragen und es müssen zumindest
125 g/hl flüchtige Bestandteile enthalten sein. Branntwein findet auch
Verwendung als Basis für die Herstellung von Weinbrand.
Brennwein
Bezeichnung für einen durchgegorenen Wein ohne Restzucker, dem ein durch
Destillation gewonnenes Weindestillat (Branntwein) von bis zu 86% vol zugesetzt
wird. Dies ist der Grundwein, mit einem Alkohol-Gehalt von 18 bis 24% vol, zur
Herstellung von Branntwein.
Brix
Maß in englischsprachigen Ländern für den Zuckergehalt der Trauben. 80 Oechsle = 9,3 Brix.
Brut
Bezeichnung für Trockene Schaumweine mit weniger als 15g/l Restzucker.
Bukett
Gesamtes Duftspektrum eines Weines, auch Blume oder Nase genannt.
Burgunder
Rebsorten-Familie auch Pinot genannt. Zu der Familie gehören z.B. Grauburgunder
(auch Ruländer, Pinot gris oder Pinot grigio), Weißburgunder (Pinot Blanc) und
Blauburgunder (Pinot noir) sowie Spätburgunder. Entferntere "Familienangehörige"
sind Neuburger, St. Laurent und Chardonnay.
Burgunder-Flasche
Etwas dickbauchige Flasche, die sich zum Hals hin verjüngt.
Buschenschank
Bestimmte Art von Weinlokal, in dem vom Betreiber selbst hergestellter Wein
ausgeschenkt wird. Der Name stammt von dem über dem Eingangstor angebrachten
"Buschen" aus grünen Zweigen, die anzeigen, dass das Lokal geöffnet hat. In
Deutschland gibt es dafür weitere Bezeichnungen, wie Strauß-, Besen- oder
Heckenwirtschaft - in Österreich auch Heuriger genannt.
Butte
Ein am Rücken getragener Korb, der für den Traubentransport bei der Weinlese
verwendet wird. Auch Bütte oder Hotte genannt.
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