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Was bedeutet Degorgieren und was ist Dekantieren?

Fachbegriffe zum Thema Wein

D wie:

Dauben

Gebogene Längsbretter eines Fasses, die die Wand bilden.
Deckrotwein
Farbstarker Rotwein für die Zusetzung bei farbschwachen Weinen. Der heute so beliebte Dornfelder war lange Zeit als Deckwein im Einsatz.
Degorgieren
Entfernen der Hefe aus dem Wein bei der Sektherstellung.
Degustation
Weinverkostung, Probieren des Weins.
Dekanter
Karaffe, in das der Wein beim Dekantieren eingefüllt wird.
Dekantieren
Gemächliches Umfüllen des Weins in eine Karaffe, um ihm Sauerstoff zuzuführen oder vom Bodensatz zu trennen. Über den Sinn und Unsinn des Dekantierens wird viel gestritten. Bei jungen Weinen könnte das längere Stehen in der Karaffe zu einer teilweisen Oxidation der Tannine führen und dem Wein damit mehr Harmonie bescheren. Alte Weine sollen ebenfalls von dem Kontakt mit dem Luftsauerstoff profitieren, wobei das Risiko des "Umkippens" aber ungleich größer ist. Untersuchungen in den USA scheinen andererseits zu belegen, dass das Dekantieren keinen nennenswerten Einfluss auf die Qualität eines Weines hat.
Depot
Ablagerung von Gerbstoffen und Farbstoffen in älteren Weinen.
Dessertweine
Sehr süße und körpervolle Weine (Eiswein, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Madeira).
Destillation
Begriff für "Brennverfahren". Das Verfahren dient der Trennung des Alkohols und einem Teil der Geschmacksträger, sowie Wasser von den Festbestandteilen des Weines oder Tresters.
Deutsches Güteband Wein
Das "Deutsche Güteband Wein" ist ein Gütezeichen, das für eine vorbildliche Weinerzeugung steht. Der gesamte Erzeugungsweg muss transparent und vom Ladenregal bis zum Weinberg zurückverfolgbar sein. Abschließend muss der Wein bei der sensorischen Endprüfung die hohen Anforderungen der DLG Weinexperten erfüllen. Nur wenn alles "stimmt", darf ein Wein das "Deutsche Güteband Wein" tragen.
Deutsches Weinsiegel
Das "Deutsche Weinsiegel" ist ein nationales Gütezeichen der DLG, das an Qualitätsweine deutscher Anbaugebiete vergeben wird. Dieser neutrale Qualitätsbeweis gibt Gewissheit, dass die ausgezeichneten Weine deutlich besser sind, als es bei der amtlichen Prüfung (A.P.-Nummer) verlangt wird.
Deutsches Weininstitut
1949 unter dem Namen "Deutsche Weinwerbung" gegründete Vermarktungsorganisation, die den Absatz und die Qualität der deutschen Weine fördern soll. Zu den 40 Angestellten, die in Mainz tätig sind, kommen noch etwa ein Dutzend so genannter "Informationsbüros für deutschen Wein" in den wichtigsten Auslandsmärkten für unseren Weinexport hinzu.
DLG Qm-Wein
Der Begriff DLG Qm-Wein steht für einen Qualitätsstandard der DLG, der für alle Mitglieder anspruchsvolle und verbindliche Qualitätsregelungen für Weinbau und Kellerwirtschaft beinhaltet. Die Einhaltung dieser Regeln wird durch regelmäßige DLG-Audits überprüft. Bei Erfüllung aller Anforderungen dürfen die Mitglieder den Titel DLG-Empfohlenes Weingut oder DLG-Empfohlene Winzergenossenschaft tragen.
Diabetikerwein
Erlaubte Bezeichnung für Weine mit bis zu 20 g/l unvergorenen Zucker, die, sofern es sich um überwiegend traubeneigenen Fruchtzucker handelt, Diabetikergeeignet sind. Dies trifft auf die meisten trockenen Weine zu.
Diacethyl
Ein Aromastoff (dt. Butteraroma), der im Wein bei einer malolaktischen Gärung durch Milchsäure-Bakterien in Reaktion mit Zitronensäure gebildet wird. Er kommt auch in Bier, Butter, Kaffee, Kakao und Honig vor und verleiht einen buttrigen Geschmack. Siehe auch unter Milchsäurestich.
Dichte
Gewichtsverhältnis zwischen der Volumenmasse des Weines (oder auch Mostes) zur gleichen Volumenmasse von Wasser (mit der Dichte 1,000) bei einer Mess-Temperatur von 20° Celsius. Bei amtlichen Untersuchungen im Wein wird die Dichte analysiert und ist in Deutschland und Österreich obligatorisch für die Vergabe der amtlichen Prüfnummer. Sollte nach dieser Prüfung eine Veränderung des Weines erfolgen, könnte dies durch eine weitere Analyse eindeutig festgestellt werden. Die relative Dichte gibt außerdem einen Hinweis auf den Alkoholgehalt eines Weins.
Digestif
Alkoholisches Getränk zum Genuss nach einer Mahlzeit. Oft mit einer gezielten Wirkung z.B. verdauungsanregend oder Magen beruhigend. Zu der Kategorie Digestif zählen unter anderem Grappa, Apfelbrand, Kirschwasser.
DOCG-Wein
Herkunftsbezeichnung nach dem italienischen Weingesetz. Abkürzung für "Denominazione di Origine Controllata e Garantita", was als Steigerung von DOC die höchste italienische Wein-Qualitätsstufe darstellt.
Domäne
Bezeichnung für Weingüter, die in Deutschland dem Staat gehören.
Domina
Besonders in Franken und an der Ahr verbreitete Kreuzung aus Portugieser und Spätburgunder. Die Kreuzung erfolgte durch Peter Morio, der auch den nach ihm benannten Morio Muskat und den Bacchus züchtete. Domina Weine sind dunkelrot und meist gerbsäurebetont.
Dornfelder
Rotwein-Rebsorte in Deutschland. Seine Ursprünge führen nach Weinsberg in Württemberg. Dort führte die Initiative des Weinbaufachmanns Imanuel Dornfeld zur Gründung einer Weinbauschule.
Dossage
Bei der Schaumweinbereitung übliches Verfahren, bei dem eine Mischung aus Wein, Zucker oder Most und evtl. Hefe dem Schaumwein zugesetzt wird, um die für die Kohlensäurebildung notwendige, zweite Gärung einzuleiten. Bei der Versanddossage wird nach dem Degorgieren der endgültige Restzuckergehalt eingestellt.
Dreieckstest
Beim diesem Test werden zwei identische Weinproben mit einer gering abweichenden, dritten verglichen. Die abweichende Probe muss erkannt werden. Dient der Schulung von Sensorikern.
Dry
Die englische Bezeichnung für den deutschen Weinbegriff trocken (Medium Dry = halbtrocken, Medium = halbsüß, sweet = süß).
Dubbeglas
Synonym für ein Schoppenglas (0,5 l), dass vornehmlich in der Pfalz Verwendung findet.

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