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Fachbegriffe zum Thema Wein
E wie:
Edelbeerenauslese
Qualitäts-Bezeichnung für Rumänische oder Ungarische Weine. Die
Edelbeerenauslese entspricht in etwa einer Beerenauslese. Diese Bezeichnung ist
in Deutschland und Österreich nicht erlaubt.
Edelzwicker
Weißer Qualitätswein aus zwei oder mehreren Rebsorten (meist Gutedel und
Silvaner), der aus dem Elsass stammt. Über die Herkunft des Namens gibt es
mehrere Theorien. Eine davon führt den Namen auf die enthaltene Säure im Wein
zurück, die in der Kehle "zwickt". Eine andere Theorie führt den Wortstamm
"zwicken" auf das Abzwicken zurück.
Eichenholz
Für die Herstellung von Weinfässern werden schon verschiedenste Hölzer aus den
Baumarten Akazie, Eukalyptus, Kastanie, Kirsche, Palme, Pinie und Zeder
verwendet. Am besten geeignet und am häufigsten verwendet wird allerdings
Eichenholz für die Weinlagerung. Man spricht auch oft bei Wein vom Duft oder
Geschmack nach Eichenholz, was durchaus als positiv bewertet werden kann.
Einzellage
Kleinste definierte Weinbergeinheit. Kann jedoch verschiedene Größen haben.
Eisheilige
Bezeichnung für Schutzpatrone im Weinbau. Mitte Mai besteht jedes Jahr wieder
die Gefahr von Spätfrösten, die für den Weinbau gravierende Folgen haben können.
Diese Eisheiligen (Pankratius, Servatius, Bonifatius und die "kalte Sophie")
erstrecken sich vom 12. bis 15. Mai.
Eiswein
Für Eiswein müssen die verwendeten Weintrauben bei Ihrer Lese und Kelterung noch
gefroren sein und dürfen nicht maschinell geerntet werden. Dabei muss der
Eiswein mindestens den Mostgewichtsanforderungen einer Beerenauslese genügen.
Eiweißschönung
Bei Rotweinen zur Klärung und Stabilisierung des Weins eingesetztes Verfahren,
das dazu beiträgt, den Geschmack herber Rotwein abzumildern.
Eiweißtrübung
Ein Weinfehler, der durch Erwärmung (bereits ab 20° C) oder bei großer
Temperatur-Schwankung auftritt. Als "Weineiweiß" bezeichnete
Stickstoff-Substanzen denaturieren und bilden einen unlöslichen,
schleierartigen, flockigen Niederschlag in der Flasche.
Elbling
Eine der ältesten Rebsorten Deutschlands, die noch an der Obermosel und im
Saale-Unstrut-Gebiet zu finden ist. Wird häufig als Grundwein für die Versektung
verwendet.
Elegant
Allgemeine Beschreibung (auch vornehm, geschmackvoll) für einen stilvollen,
feinen Wein.
Entalkoholisierter Wein
Produkt aus Tafelwein, Landwein oder Qualitätswein, dessen Alkohol-Gehalt durch
Umkehrosmose oder Destillation auf 0,5% Alkohol-Gehalt oder weniger abgesenkt
wird. Die wirtschaftliche Bedeutung ist immer noch sehr gering, obwohl die
Verfahren in den letzten Jahren erheblich besser geworden sind.
Entsäuern
Methode, eine zu hohe Säure (meist Apfelsäure) eines Weines, zu mildern.
Gebräuchlich sind drei Methoden:
1. Biologischer Säureabbau durch Milchsäuregärung,
2. Bindung durch kohlensauren Kalk,
3. Verschnitt mit säureärmeren Wein.
Entschleimen
Bezeichnung für das Absetzen des frisch gepressten Mostes.
Enzyme
Enzyme sind Eiweißstoffe mit einem wesentlichen Anteil an Stickstoff und bei der
Gärung und dem biologischen Säureabbau von großer Bedeutung. Die für die
Weinbereitung notwendigen Enzyme finden sich bereits auf den Trauben, in
Bakterien oder der Hefe.
Erdig
Allgemeiner Ausdruck für Weine mit einem ausgeprägtem Ton nach Boden wie
z.B. Löss im Geruch und Geschmack. Genauer definiert durch das Aroma-Spektrum
Artischocken, Beton, Erde, Pilz und Schimmel.
Erstes Gewächs
Besondere Qualitätsklassifizierung im Rheingau, wobei sehr strenge Auflagen
erfüllt werden müssen. So darf der Wein erst nach 12 monatiger Lagerung auf den
Markt gebracht werden und muss eine trockene Geschmacksrichtung aufweisen.
Erzeugerabfüllung
Darf ein Betrieb auf sein Etikett schreiben, wenn der Wein vollständig aus
selbst gewonnenen Trauben des Erzeugers oder der Mitglieder eines
Erzeugerzusammenschlusses besteht und im eigenen Betrieb produziert und
abgefüllt wurde.
Essigstich
Häufiger und gefährlicher Weinfehler. Ausgangspunkt sind Essigsäure
Bakterien, die sich auf verletzten oder aufgesprungenen Weintrauben bilden
können und dann in den Most gelangen, wo sie Essigsäure bilden. Wenn
Weinflaschen zu lange offen stehen oder Weinbehälter unvollständig gefüllt sind,
beschleunigt sich der Vorgang durch Sauerstoff-Einfluss. Der Essigsäurestich
kann durch saubere Kellerarbeit und Schwefeln vermieden werden.
Ethanol
Äthylalkohol. Die im Wein hauptsächlich vorhandene Alkoholart, welche bei der
Gärung aus Zucker gebildet wird. Siehe auch unter Alkohol Gehalt.
EU-Weingesetz
Schon in der Antike wurde versucht, die Weinqualität durch entsprechende
Gesetze zu erhöhen und Missbrauch zu verhindern. Heute gibt es für Betriebe in
Deutschland das Deutsche- sowie das EU-Weingesetz.
Europäer Reben
Bezeichnung aller Rebsorten der europäischen Spezies Vitis vinifera.
Extra Brut
Trockenste Variante des Schaumweins (Brut de Brut, brut nature).
Extra Dry
Englische und modische Bezeichnung für Schaumweine mit Zuckergehalt zwischen
12 und 20 g/l
Extrakt
Bezeichnung für alle im Wein enthaltenen, nicht flüchtigen Stoffe wie
Zucker, Säure, Tannine, Mineralstoffe, Phenole.
Extraktion
Bezeichnet das Herauslösen von Phenolen aus den festen Bestandteilen der
Traube, während und nach der Gärung. Je reifer ein Wein, desto höher ist sein
Anteil an Extraktstoffen.
Extra Trocken
Geschmacksangabe bei Schaumweinen, vergleichbar mit Halbtrocken im
Weinbereich. Im Englischen Extra Dry genannt.
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