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Fachbegriffe zum Thema Wein
H wie:
HACCP
Abkürzung für "Hazard Analysis And Critical Control Points", was
"Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte" bedeutet. Mit Inkrafttreten der
EU-Lebensmittel-Hygieneverordnung wird dadurch sichergestellt, dass für den
Endverbraucher keine Gesundheitsgefährdung bei ordnungsgemäßem Gebrauch des
Produktes entsteht.
Halbtrocken
Halbtrockener Wein darf maximal 18 Gramm unvergorenen Zucker je Liter
enthalten.
Haltbarkeit
Je nach Qualitätsgüte und Vinifizierung können Weine jahrelang gelagert
werden. Im hohen Prädikatsbereich bis zu 20 Jahren und länger. Die ungefähre
Haltbarkeit ist beim Winzer zu erfragen, setzt jedoch eine optimale Lagerung
voraus.
Hanglage
Als Hanglage werden im Weinbau Weinbergsanlagen mit 5 bis 20% Gefälle
bezeichnet. Oft bringen diese Anlagen auf Grund Ihrer guten Ausrichtung zur
Sonne bessere Qualitäten hervor. Bei über 20 % Gefälle werden die Anlagen als
Steillage oder Steilhang bezeichnet. In Deutschland sind rund 60% der Rebflächen
in Hanglage oder Steillage angelegt. Die Lagen "Calmont" im Anbaugebiet
Mosel-Saar-Ruwer und "Engelsfelsen" im Anbaugebiet Baden gehören mit jeweils bis
zu 75% Neigung zu den Steilsten der Welt.
Harmonie
Harmonie ist das gewünschte Gleichgewicht aller Eigenschaften eines Weines,
auch als ausbalanciert oder ausgewogen bezeichnet.
Hausmarke
Bezeichnung von Sonderabfüllungen, die von Weinproduzenten für Hotels,
Gastronomiebetriebe und Handelsbetriebe (Supermärkte) erzeugt und mit eigenem
Etikett versehen werden. Ist vor allem bei Schaumweinen häufig.
Haustrunk
Ein Wein, der aus dem Trester erzeugt wird. Dabei werden die Pressrückstände
mit Wasser aufgegossen und das Gemisch vergärt. Da dieser Wein nicht den
Qualitäts-Ansprüchen entspricht, kommt er nicht in den Verkauf und bleibt dem
Winzer, seiner Familie und Arbeitskräften vorbehalten.
Hefe
Hefen sind Mikroorganismen, die den Traubensaft zum Gären bringen. Diese
kommen in natürlicher Form auf Trauben vor und werden aber oft in Form von
Reinzuchthefen (Kulturhefe) der Maische bzw. dem Most zugefügt. Nach der Gärung
setzt sich die absterbende Hefe auf dem Boden des Fasses ab.
Hefeabstich /Hefeabzug
Das Abziehen des geklärten Weines aus einem Fass vom Geläger, um den Wein
von Trübstoffen zu befreien. Dies ist besonders bei kleinen Fässern notwendig
und sehr arbeitsintensiv.
Hektoliter (hl)
Maßeinheit für Volumen. 1hl = 100 Liter
Herb
Als herb bezeichnet man sehr trockene, säurebetonte Weißweine oder
tanninbetonte, adstringierende Rotweine. Im Gegensatz zu halbtrocken, trocken
und süßen Weinen, lässt sich beim Rotwein dadurch kein Rückschluss auf den
Restzucker-Gehalt treffen.
Herkunft
Die Herkunft eines Weines ist der kontrollierte geographische Ursprung der
Trauben, aus denen der Wein gekeltert wurde. Daher muss jeder Wein zur Erkennung
seiner Herkunft auf dem Etikett eine geographische Bezeichnung tragen. Ein
weiteres wichtiges Kriterium ist "kontrolliert", denn damit wird ausgedrückt,
dass die entsprechenden weingesetzlichen Vorgaben auch regelmäßig streng geprüft
werden.
Hessische Bergstraße
Das Anbaugebiet ist mit ca. 460 Hektar Rebfläche nach Sachsen das
Zweitkleinste. Hier dominieren die weißen Sorten: Der Riesling ist die
wichtigste Rebsorte, gefolgt von Müller-Thurgau. Doch auch Silvaner und
Grauburgunder sind anzutreffen. Weine von der Bergstraße findet man selten im
Handel, denn sie werden fast ausnahmslos im Erzeugergebiet getrunken. Die Weine
haben ein breites Geschmacksspektrum, was nicht zuletzt durch die Vielfalt der
Böden zu erklären ist.
Heuriger
Einerseits wird so der junge Wein des aktuellen (des heurigen) Jahrganges
benannt und andererseits der "Buschenschank", in dem dieser Wein serviert wird.
Am Festtag des Heiligen Martin, dem 11. November, wird der Wein der letzten Lese
als "Heuriger" zum ersten Mal ausgeschenkt. Der vorhergehende Jahrgang wird
dadurch dann zum Altwein.
Hohl
Es fehlt an befriedigendem Geschmack "in der Mitte", d. h. zwischen dem ersten
Eindruck und dem letzten Nachgeschmack.
Holzspäne
Der Holzton eines Weines wird normalerweise durch die Lagerung in einem
Eichenholzfass erzeugt, kann aber auch durch Einrühren von Holzspänen erfolgen.
Die Qualität ist dann aber geringer. Diese Methode ist innerhalb der EU nicht
erlaubt.
Honigwein
Der bekannte Met. Näheres erfahren Sie unter M wie Met!
Hybride
Bedeutet "aus zweierlei Herkunft" und ist die Nachkommenschaft zweier
verschiedener Rebenspezies, die durch interspezifische Kreuzung entstanden ist.
Eine Kreuzung zwischen zwei Sorten derselben Spezies gilt nicht als Hybrid.
Hybriden sind nach EU-Regeln für die Qualitätsweinproduktion nicht zugelassen.
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