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Fachbegriffe zum Thema Wein
P wie:
Pantschen
Bezeichnung für unerlaubte Zugaben in den Wein, einschließlich
Manipulationen (Verfälschungen) bei der Weinherstellung.
Pappig
Süßer, einseitiger Wein mit wenig Ausgleich durch Säure.
Parfüm
Eher selten verwendete Bezeichnung für das komplexe Aroma (Geruch) eines Weines.
Pegelwein
Bezeichnung für einen Wein bei einer Prüfung, der zur so genannten
"Pegelbestimmung" verwendet wird. Am Pegelwein orientiert sich die Bewertung
aller anderen zu verkostenden Weine. Er ist sozusagen eine Richtschnur für die
Verkoster. Pegelwein wird in der Verkostung oft mehrmals eingeschenkt, um
eventuelle Bewertungsabweichungen feststellen zu können.
Perlfähigkeit
Bei der sensorischen Prüfung eines Schaumweines wird auch dessen
Perlfähigkeit untersucht. Dabei wird festgestellt, wie die Beschaffenheit der
Perlen (fein bis grob) ist und wie lange das Perlen im Glas anhält. Die Qualität
eines Schaumweins gilt als umso höher, je feiner die Perlen und je länger das
Spiel andauert. Die Perlfähigkeit ist übrigens tatsächlich durch die
Herstellungsweise des Schaumweines beeinflussbar: Je länger zum Beispiel die
Lagerung auf der Hefe erfolgt, umso feiner werden die Perlen. Bei billigen
Massenprodukten wird das Kohlendioxid meist "eingeblasen". Dies bringt nur
großvolumige Perlen.
Perlwein
Ein mit Kohlensäure angereicherter Wein.
Petrolton
An Mineralölderivate oder gegerbtes Juchtenleder erinnernde Duftnote und
Geschmacksnote im Wein, die nicht auf bestimmte Rebsorten oder bestimmte
Bodentypen zurückzuführen ist. Häufig tritt der Petrolton bei gereiften bzw.
höherwertigen Weißweinen mit hohen, zuckerfreien Extrakten auf. Vor allem bei
älteren Rieslingen wird der Ton durchaus geschätzt.
Pfalz
Die Pfalz ist mit über 23.400 Hektar Rebfläche das zweitgrößte und zugleich
ertragsstärkste deutsche Anbaugebiet. Es erstreckt sich im Norden von Bockenheim
über 80km bis nach Schweigen an der Grenze zum Elsaß. Pfälzischer Wein war schon
zur Römerzeit sehr begehrt. Heute wird hier ein Viertel aller Deutschen Weine
produziert. Von den kalkhaltigen Lehm und Tonböden im Bereich "Südliche
Weinstraße" stammen frische, nachhaltige Weine: Duftiger Müller-Thurgau
(Rivaner), voller Silvaner und aromatischer Morio-Muskat, aber auch Rieslinge,
Traminer und Ruländer. Im südlichen Teil der Region sind vor allem schwere
Lehmböden vorherrschend. Hier findet man häufiger Weiß- und Grauburgunder, vor
allem aber auch die roten Sorten Dornfelder, Portugieser oder Spätburgunder.
Pferdeschweißton
Ein Aroma, das an Pferdeschweiß erinnert. Entsteht durch biochemischen
Prozess von Bretanomyces-Hefen.
Phenole
Große, wichtige Gruppe reaktionsfreudiger Kohlen-Wasserstoff-Verbindungen, deren
Grundbaustein Phenol ist. Den größten Anteil besitzen die Schalen und Kerne,
ausgereifte roter Trauben. In jungen Weinen schmecken Phenole oft hart und
bitter, fallen aber mit der Flaschenreifung aus und sinken als Depot zu Boden.
In trockenen Weißweinen sind Phenole eher unerwünscht.
pH-Wert bei Wein
Maßeinheit für den Säuregehalt von Stoffen. Je niedriger der pH-Wert, desto
saurer ist der Wein.
pH-Wert 0 - 6 = sauer
pH-Wert 7 = neutral (Wasser)
pH-Wert 8-14 = basisch (alkalisch).
Phyloxera
Allgemein verbreiteter Name für die Reblaus (gefährlicher Schädling im
Weinbau).
Physiologische Reife
Die Physiologische Reife ist der Zeitpunkt, zu dem (im Herbst) alle
Inhaltsstoffe der Traube ausgereift sind und mit der Lese begonnen werden kann.
Pinot
Hauptname mehrerer französischer Rebsorten, die auf die Pinot-Traube
zurückzuführen ist.
Polyphenole
Chemische Bestandteile im Wein. Enthalten in den Farbstoffen, Tanninen und
Geschmackstoffen. Polyphenole haben gesundheitsfördernde Eigenschaften für den
menschlichen Körper.
Portugieser
Wichtige Rotweinsorte in Deutschland Ungarn und Österreich, die vermutlich
1772 aus Portugal nach Österreich eingeführt wurde. Dient meist der Herstellung
von Weißherbst. Verbreitet vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen.
Portwein
Süßwein / Dessertwein aus dem portugiesischen Dourotal. Portwein wird
hergestellt, indem teilweise vergorener Most aufgesprittet wird und so einen
großen Teil seines Restzuckers behält. Die Tanninstruktur der Grundweine wird so
abgerundet.
Prädikat
In Deutschland und Österreich gibt es bei Qualitätsweinen bestimmter
Anbaugebiete verschiedene Kategorien von Qualitätsweinen mit Prädikat. Man
unterscheidet die Prädikate: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese,
Trockenbeerenauslese und Eiswein.
Prädikatswein
In Deutschland und Österreich verwendete Bezeichnung für eine gehobene
Kategorie innerhalb der Stufe Qualitätswein mit Prädikat. Man unterscheidet die
Prädikate: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und
Eiswein. An diese Weine werden bezüglich des Traubenzustandes (vollreif, bzw.
zum Teil edelfaul), Weinlese (für Beerenauslese und Trockenbeerenauslese ist
eine maschinelle Lese verboten), Mostgewicht, Herstellungs-Bedingungen höhere
Anforderungen gestellt bzw. sind bestimmte Techniken verboten.
Prämierung
Die Prämierung ist eine Auszeichnung ebenso wie die Gütezeichen.
Prämierungen gibt es in jedem Anbaugebiet, dazu kommen die Gebiets- bzw.
Landes-Prämierungen und die Bundesprämierung der DLG. diese Prämierungen gibt es
für Wein und Sekt.
Pressen
Bezeichnung (auch Keltern) für den Vorgang des Pressens der Weintrauben,
sowie auch für die dafür notwendigen mechanischen Geräte wie horizontale
Pressen, Packpresse und kontinuierliche Pressen.
Prickelnd
Beschreibung für einen Wein in Bezug auf seinen Gehalt an Kohlensäure. Je
höher der Gehalt an Kohlensäure, umso prickelnder fühlt sich der Wein an. Das
bei der Gärung neben dem Alkohol entstehende Gas ist ein normaler Bestandteil
des Weins und kann sich bereits im Aussehen durch kleine im Wein bzw. im Glas
aufsteigende Bläschen zeigen.
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