Rau Weder der Geschmack noch die Konsistenz sind angenehm. Säure oder Herbheit
treten scharf in den Vordergrund.
Rauchig Sensorische Beschreibung für den durch Verkohlung entstandenen Geruch und
Geschmack eines Weines, häufig durch Lagerung in einem Barrique mit stark
getoastetem Holz. Rauhbrand Den Destillationsvorgang für Weinbrand kann in zwei Schritte unterteilt
werden: Die Herstellung des Rauhbrandes und der Gewinnung des Feinbrandes.
Rauhbrand ist das Ergebnis des ersten Brennvorgangs. Das Destillat enthält noch
viele unerwünschte Stoffe, die erst im zweiten Brennvorgang verloren gehen. Rebe Pflanze aus deren Früchten (Weintrauben) Wein produziert wird, auch
bezeichnet als Rebstock, Weinstock, Weinrebe. Die Heimat aller Rebsorten sind
die Wildreben die in ebenen Wäldern und in Flusstälern gewachsen und heute auch
dort noch zu finden sind. Der wilde Rebstock ist eine Schlingpflanze, die sich
auf den Bäumen hochrankt und dabei riesige Ausmaße erreichen und im Extremfall
bis 300 Jahre alt werden kann Rebeln Österreichische Bezeichnung für das Abbeeren. Rebfläche Bezeichnung für die Fläche auf der Reben gepflanzt sind, in Deutschland sind
dies ca. 104.000 ha. Reblaus Schädling der zunächst die Wurzeln dann auch die Blätter der Rebstöcke
befällt und somit die gesamte Pflanze vernichtet. Eingeschleppt 1860 aus
Amerika, hatte die Reblaus lange Zeit verheerende Auswirkungen auf den
europäischen Weinbau, bis die heimischen Sorten schließlich auf resistente
Unterlagen amerikanischer Sorten gepfropft wurden. Rebsorten Rebsorten sind Unterarten der etwa 65 Arten der Familie der Rebengewächse,
die in den gemäßigten Klimazone wachsen. Jede Rebsorte bringt eine typische
Traubensorte hervor. Typische Rebsorten in Deutschland sind: Bacchus,
Chardonnay, Elbling, Farberrebe, Gewürztraminer, Grauer Burgunder, Gutedel,
Huxelrebe, Kerner, Müller-Thurgau, Ortega, Riesling, Scheurebe, Silvaner und
Weissburgunder (alles weiße Rebsorten) und Domina, Dornfelder, Dunkelfelder,
Lemberger, Portugieser, Regent, Saint Laurent, Schwarzriesling, Spätburgunder
und Trollinger (alles rote Rebsorten). Reduktion Gegenteil von Oxidation. Chemische Reaktion bei der Sauerstoff entzogen
wird. In Luftdichten Behältern werden reduktiv ausgebaute Weine besonders frisch
und aromatisch. Reduktiver Ausbau Gegenteil von oxidativem Ausbau, d.h. möglichst wenig Sauerstoffzutritt
während des Weinausbaus. Weine, die reduktiv ausgebaut sind, haben ein
ausgeprägtes Trauben- und Gär-Bouquet mit einem fruchtigen Aroma und werden
meist jung abgefüllt. Refraktometer Ein optisches Präzisionsmessgerät mit dem der Zuckergehalt von Beeren durch
die Brechung von Licht gemessen wird. Der Blick durch das Gerät zeigt den
Zuckergehalt in Grad Oechsle (°Oe) oder Brix an. Regent Eine seit 1996 freigegebene Rotweinrebsorte, die sehr resistent gegen
Pilzbefall ist. Sie liefert dunkelrote, gehaltvolle, samtig weiche Weine Regent
ist eine Kreuzung aus der weißen Sorte Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und der
roten Sorte Chambourcin. Der Name leitet sich von dem berühmten 140,5
Karat-Diamanten aus Indien ab, den Ludwig XV auf dessen Krone, später
Marie-Antoinette als Schmuckstück und Napoleon als Degenknauf trugen. Reichhaltig Nicht unbedingt süß, jedoch einen Eindruck von opulenter Fülle vermittelnd. Reife Entwicklungszeitpunkt zu dem die Trauben genussfähig und verwendungsfähig
sind. Reintönig Bezeichnung für sauber. Der Wein ist frei von Weinfehlern. Reinzuchthefen Gezüchtete Mikroorganismen, die den Traubensaft anaerob (sauerstofflos) zum
gären bringen. Sie "verstoffwechseln" den Zucker in Alkohol, Kohlendioxid,
Aromen und Vitaminen. Da es in der Natur verschiedene Arten gibt, und nicht alle
zum Vorteil eines guten Weines beitragen, wurden sie durch Selektion und
Weiterzucht für die Weinerzeugung optimiert. Reinzuchthefen sind gegenüber den
auf den Trauben natürlich vorkommenden Hefen "berechenbarer". Relative Dichte Die Dichte des Weines bezogen auf Wasser von 20° Celsius. Die Dichte wird in
4 Dezimalen hinter dem Komma angegeben. Dieser Wert wird bei amtlichen
Untersuchungen analysiert und ist in Deutschland obligatorisch für die Vergabe
der amtlichen Prüfnummer und gibt einen Hinweis auf den Gesamt-Extrakt und den
Alkohol-Gehalt eines Weines. Reserva Als Reserva werden Weine gehobener Qualität in Portugal und Spanien
bezeichnet, ähnlich dem Réserve in Frankreich und dem Riserva Italien. Jedes
Land hat jedoch unterschiedliche Vorgaben. In Spanien bezeichnet dies einen Wein
mit definierten höheren Anforderungen bezüglich Vinifikation, Alkohol-Gehalt und
Ausbau. Restzucker oder Restsüße Der Gehalt an unvergorenem Zucker im fertigen Wein, den die Hefe bei der
Gärung nicht mehr in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln konnte. Da einige
Zuckersorten nicht vergärbar sind, sind Weine mit einer Restsüße unter 1g sehr
selten. Wie "süß" ein Wein tatsächlich schmeckt, hängt allerdings nicht nur von
der Restsüße ab. So kann ein Wein mit einem hohen Säuregehalt - trotz hoher
Restsüße - durchaus sehr trocken schmecken. Rheingau Das wohl exklusivste deutsche Anbaugebiet mit ca. 3.200 Hektar Rebfläche
beginnt am Untermain östlich von Wiesbaden und erstreckt sich rund 50 Kilometer
entlang des rechten Rheinufers bis Lorch nördlich von Rüdesheim. Die Böden sind
ideal, besonders für den Riesling, der sich hier zu höchster Vollendung
entwickeln kann. Die Rheingauer waren auch die ersten, die den Wert der
Edelfäule entdeckten; seitdem gibt es die Spätlese. Im Rheingau wird praktisch
nur Riesling angebaut. Rheinhessen Das mit 25.000ha größte deutsche Anbaugebiet ist Rheinhessen. Die
Mannigfaltigkeit der Böden, Kleinklimazonen und Rebsorten bescheren dieser
Gegend eine fast unbeschreibliche Vielfalt an Weinen. Das Klima ist besonders
mild und die Böden sind sehr verschieden. In Rheinhessen werden die
unterschiedlichsten Rebsorten angebaut. Allen voran Müller-Thurgau dicht gefolgt
vom Silvaner. Riesling findet man hauptsächlich an der Rheinfront. Als kleines
Rotweingebiet gilt Ingelheim. Dort wird traditionell Spätburgunder angebaut.
Rheinhessenweine haben allgemein einen fülligen Charakter. In zunehmenden Maße
werden die Weine auch trocken ausgebaut. Rieslaner Deutsche Rebsorten-Züchtung aus Riesling und Silvaner (siehe auch Rivaner).
Wird in Deutschland (vor allem in Franken) auf ca. 50 ha angebaut. Die geringe
Verbreitung ist wohl dem oft hohen Säuregehalt und Alkoholgehalt zuzuschreiben.
Riesling Spätreifende Weißweinrebe, die zu den besten Reben der Welt zählt. Deutsche
Anbaugebiete mit größerem Anteil sind Rheingau, Mosel-Saar-Ruwer, Mittelrhein
und die Hessische Bergstraße. Die ersten Riesling-Reben sollen im Rheintal
angebaut worden sein. Allerdings reklamiert dieses Priveleg auch das
österreichische Wachau für sich. Der Name der Reben stammt entweder von dem
dunklen Rebenholz (Rußling), der rassigen Säure (Rißling), der Weißkirchener
Lage im österreichischen Wachau (Ritzling) oder daher, dass bei leichtem
Frühlingsfrost die Blüten zu rieseln beginnen. Die Farbe des Rieslings ist
grünlich bis goldgelb. Das Bukett erinnert an Aprikosen, Pfirsichen und Rosen.
Riesling-Reben liefern ausgewogene, säureverspielte, rassige sowie harmonische
Weine. Riesling-Hochgewächs Bezeichnung für einen Qualitätswein der ausschließlich aus der Rebsorte
Riesling hergestellt worden ist und der zur Herstellung verwendete Most einen
natürlichen Alkoholgehalt aufweist von mindestens 1,5 Volumenprozent über dem
für das betreffende bestimmte Anbaugebiet oder dessen Teil festgelegten
natürlichen Mindestalkohol. Zudem muss der Wein in der amtlichen
Qualitätsprüfung eine Qualitätszahl von mindestens 3,0 erreicht haben. Rivaner Andere Bezeichnung für Müller-Thurgau-Weine, die auf die angebliche Kreuzung
des Müller-Thurgau aus Riesling und Silvaner anspielt. Neuere Genanalysen haben
jedoch ergeben, dass der Müller-Thurgau eine Kreuzung aus Riesling x "Medelein
Royal" oder x "Casselas de Courtiller" ist. Robust
Ein Wein, der Herzhaft, kräftig und recht gehaltvoll schmeckt. Rosé Bezeichnung für einen blassroten bis hellroten Wein der ausschließlich aus
Rotweintrauben hergestellt wurde. Die helle Farbe entsteht durch das rasche
Abpressen des Saftes von den Beeren. Dadurch gelangen nur geringe Mengen des in
den Schalen befindlichen Farbstoffes in den Wein. Rosé darf i.d.R. nicht durch
das Mischen von Roten und weißen Trauben hergestellt werden. Ausnahmen sind
Rotlinge wie Schillerwein, Schieler oder Badisch Rotgold. Rotling
Blasser bis hellroter Wein der durch Verschnitt von Weißwein und Rotweintrauben
oder von rotem mit weißem Most hergestellt wird. Rotwein
Wein aus roten Trauben, bei dem der Saft längere Zeit auf der Maische (Brei aus
den Bestandteilen der Traube) liegen bleibt, aus denen sich Gerb- und Farbstoffe
lösen. Rund
Harmonisch und voll im Geschmack. Rütteln
Arbeitsvorgang bei der Schaumweinherstellung um den Bodensatz im Flaschenhals zu
konzentriert. Rüttelpult Holzgestell für die traditionelle Schaumweinherstellung. Durch manuelles
Drehen (rütteln) der Flaschen gelangen die Trübstoffe (für die 2. Gärung
beigesetzte Hefe) zum Flaschenhals, um schließlich beim Degorgieren entfernt zu
werden. (Flaschengärung / Champagner-Methode).