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Fachbegriffe zum Thema Wein
T wie:
Tafeltraube
Bezeichnung von bestimmten Rebsorten, die vorwiegend als so genannte
Esstrauben für den Frischverzehr und/oder auch für die Produktion von Rosinen
angebaut werden.
Tafelwein
Weine unterster Qualitätsstufe, die einen Mindestalkoholgehalt von 5 % bzw.
in Weinbauzone B 6 % haben und aus im Inland geernteten Weintrauben von
zugelassenen Rebsorten hergestellt sind. Wird in Deutschland kaum produziert. In
Frankreich stellt der Tafelwein jedoch die große Mehrheit dar.
Tankgärung
Verfahren bei der Herstellung von Schaumwein. Dabei erfolgt die zweite
Gärung nicht in der Flasche (siehe unter Flaschengärung), sondern in einem Tank.
Tannin
Gerbstoffe (Polyphenole) im Wein mit adstringierender Wirkung. Taninne
prägen den Geschmack eines Weines maßgeblich.
Tanninstruktur
Beschreibung der Tannine, bei harmonischen Weinen (in der Regel Rotweine)
spricht man von reifen Tanninen. Im Gegensatz zu unreifen Tanninen, diese
schmecken am Gaumen bitter, spitz und adstringierend.
Terroir
Begriff für den Einfluss von Klima, Bodentyp und Winzerkunst auf die
spezielle und unverwechselbare Charakteristik des Weines einer Region.
Terroirwein
Der Charakter eines Weines wird entscheidend von dem speziellen
Zusammenspiel zwischen Boden, Klima und Witterung beeinflusst, der in jedem
Weinanbaugebiet unterschiedlich ist. Terroirweine haben daher eine spezielle und
unverwechselbare Charakteristik, die durch Kellertechnik nicht nachahmbar ist.
Tief/Tiefe eines Weines
Ein mit Tief bzw. Tiefe beschriebener Wein will aufmerksam genossen sein. An ihm
ist mehr, als der erste Eindruck verrät; sein Geschmack entfaltet sich auf der
Zunge zu ungeahnten Dimensionen. Alle wirklich guten / feinen Weine haben eine
große Tiefe.
Toasting
Bezeichnung für das Flämmen der inneren Fasswandung bei Holzfässern
(Barrique), das Geschmacksstoffe (Kakao, Kokosnuss, Vanille etc.) an den Wein
abgibt (vor allem in den ersten zwei Jahren). Je nach verwendetem Eichenholz
bzw. der Intensität des Fasseinbrandes ergeben sich verschiedenste Aromen.
Tonnellerie
Französische Bezeichnung für eine Fassbinderei. Der Begriff leitet sich von
Tonneau (dt. Fass, Tonne) ab.
Torggel
Baumpresse (auch als "Torkel" bezeichnet), welche die älteste sowie schon
bei den alten Römern bekannte Presse war und die bis in das Mittelalter benutzt
wurde.
Traminer
Auch als Roter Traminer oder Gewürztraminer bezeichnet. Eine sehr alte
Rebsorte, deren Abstammung nicht hundertprozentig bewiesen ist. Der Traminer ist
eine Spezialsorte für hochreife, trockene bis edelsüße Bukettweine deren Weine
geprägt von Rosenduft und Würze sind.
Transvasier Verfahren
Bei der Herstellung von Schaumwein angewendetes Verfahren (transvasieren =
umfüllen), bei dem die Zweitgärung zwar in der Flasche stattfindet, diese aber
dann zum Entfernen des Bodensatzes in einem Tank umgefüllt wird.
Traubenfäule
Die Traubenfäule wird zumeist durch verschiedene Schimmelpilze, aber auch
durch Bakterien und Hefen hervorgerufen. Es gibt es verschiedene Arten von
Fäulnis wie zum Beispiel Grünfäule, Rosafäule, Graufäule (auch Sauerfäule
genannt), Schwarzfäule und Weißfäule. Ein Wein, der aus diesen Trauben
hergestellt wird, erhält oft den Weinfehler "Schimmelton".
Traubenkernöl
Eine Bezeichnung für ein Speiseöl, das aus den Weintraubenkernen, durch
kaltes oder warmes Pressen gewonnen wird. Beim Kaltpressen entsteht ein
Traubenkernöl, das goldgelb ist, fast geruchlos und süßlich schmeckt. Beim
Warmpressen entsteht ein braunes und etwas bitter schmeckendes Öl.
Traubensaft
Ein Fruchtsaft der aus Trauben hergestellt wurde und alkoholfrei ist.
Trester
Bezeichnung für die festen Bestandteile der Trauben (Schalen, Kerne und
Stiele (Rappen)), die nach dem Keltern oder Pressen zurück bleiben.
Tresterbrand
Aus Trester erzeugte Spirituose.
Tresterhut
Rotwein wird i.d.R. auf der Maische gegoren. Die festen Reststoffe (Trester)
schwimmen dabei zunächst an die Oberfläche der Maische-Most Mischung. Dieser
"Tresterhut" muss durch unterrühren mit dem Most wieder vermischt werden, damit
der Most den Feststoffen Tannine und die Farbstoffe entziehen kann.
Tresterschnaps
Schnaps erzeugt aus Trester.
Trinktemperatur
Die Trinktemperatur bei der ein Wein optimal sein Aroma und sein Bouquet
voll entfalten kann ist sehr unterschiedlich und abhängig von zum Beispiel der
Qualitätsstufe, dem Alter der Jahreszeit und der Raumtemperatur sowie weiteren
Kriterien. Als Richtmass für die optimale Genusstemperatur für Wein kann man
sagen: Ein kräftiger Rotwein sollte bei 15°C - 18°C getrunken werden, ein
junger, fruchtiger Rotwein offenbart sein bestes Aroma bei 12°C -13°C - bei 10°C
verschwinden Nuance und Ausdruck des Weines. Leichte und junge Weißweine
schmecken am besten bei 8°C - 10°C, trockene und frische Weißweine bei 9°C
-11°C, würzige, reife Weißweine verlangen eine Temperatur von 11°C - 13°C und
halbtrockene, körperreiche Weißweine bei 12°C - 14°C. Süß- und Likörweine müssen
kalt getrunken werden, bei ca. 6°C - 10°C.
Trocken
Wein mit wenig Restzucker (maximal 9 g).
Trockenbeerenauslese
Das höchste Prädikat unter den Qualitätsweinen. Trockenbeerenauslesen werden
aus ausgesuchten, von Botrytis bewachsenen, eingeschrumpften Trauben gekeltert,
bei denen wegen des Wasserverlustes durch die poröse Beerenhaut Zucker und
andere Inhaltsstoffe hochkonzentriert sind. Diese Trauben dürfen nicht
maschinell geerntet werden, sondern müssen sorgfältig per Handlese ausgelesen
werden.
Trockenzuckerung
Zugabe von trockenem Zucker (Saccharose) zum Most um eine Alkohol-Erhöhung
zu erreichen.
Trollinger
Rebsorte, die ursprünglich aus Südtirol stammt und dort auch als "Tiroler" bzw.
"Tirolinger" bezeichnet wird. Typisches deutsches Anbaugebiet ist Württemberg.
Der Trollinger ist, nach dem Spätburgunder und Portugieser, von der Rebfläche
her die bedeutendste Rotweinrebe. Der Wein hat eine hellrote Farbe, ein
fruchtiges Bukett und sollte jung getrunken werden.
Trübung
Bei einer Trübung ist im Wein die Farbe nicht klar. Die Ursachen können
vielfältig sein: Z.B. die Nachgärung in der Flasche oder eine unzureichende
Schönung bzw. Filtration.
Trübstoffe
Feste Bestandteile im Most und in noch nicht gefüllten Weinen. Zu den
Trübstoffe gehören physikalisch-chemische Stoffe, wie Eiweißstoffe, Gerbstoffe,
Kristalle, Metalle - und biologische Stoffe, wie Bakterien und Hefen oder
weinfremde Stoffe wie Staub, Filtermaterial, Korkabrieb etc.
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