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Was ist die Weinlese und was ist Weinstein?

Fachbegriffe zum Thema Wein

W wie:

Weich
Bezeichnung für den Geschmack von milden Weinen (vor allem bei gereifteren), der sich durch einen niedrigen Gehalt an Säure und/oder Tannin auszeichnet.
Wein
Ein ausschließlich durch vollständige oder teilweise alkoholische Gärung der frischen, auch eingemaischten Weintrauben oder des Traubenmostes erzeugtes Produkt mit einem natürlichen Mindestalkoholgehalt von 5 % vol.
Weinbau
Bezeichnung für den Anbau von Reben, der Produktion von Trauben und der Herstellung von Wein.
Weinbereitung
Bezeichnet die Summe aller Schritte von der Ernte bis zu Abfüllung des Weines in Flaschen.
Weinberg
Bezeichnung (auch Rebberg, Weingarten, Wengert, Wingert u. a.) für die mit Reben bestockte Fläche.
Weinbrand
Weinbrand ist die meistgekaufte Spirituose in Deutschland. Je nach Herkunft wird Weinbrand anders bezeichnet. In Frankreich heißt er Cognac oder Armagnac, in Italien und Spanien Brandy. Weinbrand wird aus Wein hergestellt, dieser wird in zwei Schritten destilliert: Das Ergebnis des ersten Brennvorgangs ist der Rauhbrand. Nach dem zweiten Brennvorgang ist der Feinbrand entstanden. Nach diesen beiden Brennvorgängen wird der Feinbrand durch die Lagerung in Eichenholzfässern zum Weinbrand.
Weinessig
Aus Wein entsteht, sofern man es nicht verhindert, durch den Kontakt mit Sauerstoff immer Essig. Bei der gezielten Produktion von Weinessig kann dieser als Würz- und Konservierungs-Mittel verwendet werden.
Weingeist
Bezeichnung für den Ethanol (Äthylalkohol).
Weingut
Besitztum, das Weinberg, Gebäude und Kellereien umfasst. Sollte in der Regel mindestens 2 ha groß sein.
Weinheilige
In den verschiedenen Regionen/Weinbau-Gebieten in Deutschland werden verschiedene Schutzpatrone der Weinbaubetreibenden (Winzer, Händler, Böttcher und andere Weinbau-Berufe) verehrt. Es sind heilig oder selig gesprochene Personen, die an ihren Namens-Tagen - die zumeist einen direkten Bezug zum Weinbau haben - gefeiert werden. Unter den Eisheiligen und Wein Göttern gibt es weitere, spezielle Schutzpatrone des Weinbaus. Die zahlreichen Weinheiligen sind unter anderem:
Bartholomäus (24. August) - Patron der Winzer, St. Martin (11. November) - Schutzpatron der Winzer und Zecher, St. Urban (25. Mai) - Weinpatron in Rheinhessen, Laurentius (10. August) - Patron der Weinberge und für das Gedeihen der Weintrauben, Paulus (29. Juni) - Patron für Regen und Fruchtbarkeit der Felder und gegen Blitz und Hagel, Severin von Norikum (8. Januar) - Patron von Bayern, der Winzer und für die Fruchtbarkeit der Weinstöcke.
Weinkommissionär
Ein Mittler bei Weinankäufen und Weinverkäufen. Der Kommissionär vermittelt im eigenen Namen für fremde Rechnung auf dem Beschaffungsmarkt Wein, Most oder Trauben auf Provisionsbasis (4-5%), die gewöhnlich vom Käufer und Verkäufer je zur Hälfte getragen werden.
Weinlese
Bezeichnung für den Vorgang bzw. auch für den Zeitpunkt der Traubenernte (port. Colheita oder Vindima, in den USA Crush, span. Cosecha oder Vendimia, frz. Récolte oder Vendange, ital. Vendemmia, engl. Vintage).
Weinprämierung
Nach der Prüfung verschiedener Weine folgende Einteilung / Klassifizierung dieser Weine in Qualitätstufen. Weine und Sekte, die in der Bewertung die Höchstpunktzahl erzielen, treten in einer sensorischen Zusatzprüfung noch einmal gegeneinander an. Die Sieger erhalten Auszeichnungen.
Weinsäure
Neben der Äpfelsäure die wichtigste Säure im Wein mit einem Anteil von 0,5 bis 4 g/l.
Weinstein
Kristallisation von Säure, auch in Verbindung mit im Wein vorhandenen Mineralien. Häufig zu beobachten bei älteren, extraktreichen Weinen, je nach Lagerart am Flaschenboden, Hals oder Korken. Kein Qualitätsmangel.
Weintraube
Allgemeine Bezeichnung für jene Trauben, die für die Herstellung von Wein oder Destillaten herangezogen werden.
Weißburgunder
Weißweinrebe aus der Burgunderfamilie, auch als Weißer Burgunder, Weißer Klevner, in Frankreich "Pinot blanc", in Italien "Pinot bianco" bezeichnet. Der Weißburgunder ist aus einer Mutation aus dem Ruländer entstanden. Die Weine aus dieser Rebsorte sind sehr kompakt, kraftvoll und nussig.
Weißherbst
Roséwein, der im Gegensatz zu Rosé nur aus einer Rebsorte hergestellt werden darf und den Anforderungen an einen Q.b.A.-Wein entsprechen muss.
Wermut
Wermut ist ein mit Kräutern aromatisierter Wein. Diese Mischung ist schon sehr lange bekannt: Selbst die alten Römer und Hippokrates (459-377 v. Chr.) stellten die abwegigsten Mischungen her. Laut EU-Verordnung muss Wermut als "Weinaperetiv" verkauft werden. Ansonsten unterliegt er keiner besonderen Gesetzgebung, lediglich der Alkoholanteil muss zwischen 15 und 18 Prozent liegen. Dementsprechend haben die unterschiedlichen Firmen verschiedene Herstellungsverfahren und natürlich streng behütete Rezepte. Die berühmteste Wermutmarke ist "Martini".
Wildrebe
Bezeichnung für Reben, die nicht vom Menschen kultiviert sind.
Wingert
Andere Bezeichnung für Weinberg.
Winzer
Bezeichnung für Weinbaubetreiber, unabhängig des Umfanges der Tätigkeit - vom reinen Traubenlieferanten bis hin zum Weinerzeuger. Weitere Bezeichnungen sind Hacker oder Häcker (Baden und Württemberg), Weingärtner oder Wengerter (Württemberg), Hauer oder Weinhauer (Österreich), Cosechero (Spanien), Vignaiolo (Italien - nur Traubenerzeuger), Coltivatore (Italien - Winzer und Weinerzeuger) sowie Vigneron oder Viticulteur (Frankreich).
Winzergenossenschaft
Zusammenschluss von Erzeugern um Ressourcen gemeinsam zu nutzen, den Wein gemeinsam zu vermarkten und dadurch die Wirkungsfähigkeit von Großbetrieben zu erlangen.
Württemberg
Das Anbaugebiet mit über 11.200 Hektar Rebfläche ist das fünftgrößte in Deutschland. Aus Württemberg stammen die meisten deutschen Rotweine. Württemberg ist Rotweinland. Vor allem regionale Spezialitäten wie Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling und Samtrot spielen eine große Rolle. Beim Weißwein wird hauptsächlich auf Riesling gesetzt. Der rote Trollinger ist ein leichter süffiger Rotwein, der meist mit geringer Restsüße ausgebaut wird. Der Lemberger ist ein tiefdunkler, samtiger Rotwein. Die Rieslinge sind fruchtig und haben einen angenehm erdigen Beigeschmack.
Würzer
Die Rebsorte Würzer wurde 1932 als Kreuzung von Gewürztraminer & Müller-Thurgau von Georg Scheu gezüchtet. Die Weine haben einen muskatartigen bis würzigen Charakter. Der Würzer wird vor allem in Rheinhessen und in kleineren Mengen auch an der Nahe angebaut.
Würzig
Bezeichnung für Weine mit einem unverwechselbaren Aroma oder Geschmack, die auf eine gewisse Weise pikant sind - aber auf Grund ihrer natürlichen Geschmackskomponenten, nicht durch Gewürzzusätze.

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